Freitag, 30. August 2013

Artischocken Nr.2

Der Herr des Hauses ist froh, dass ich einen Blog schreibe... da entwickle ich wieder ungeahnte Küchenkreativität... ;-)
Und hier noch schnell das before-and-after Foto zum Artischockentag. Ich habe kräftig geschnippelt und viel ist nicht übrig geblieben von den Artischockenknospen. Geviertelt sind sie eine kleine Weile in Zitronenwasser geschwommen.Wie' s dann weiterging?

- Zwiebeln und Knoblauch in Olivenöl andünsten (Pfanne nicht vergessen ;-))
- Artischockenknospen dazu und weiter dünsten
- mit einem kräftigen Schuss Weiswein ablöschen
- ca. 20-25 Minuten dünsten und währenddessen Sahne, Salz, Pfeffer, Kräuter nach Belieben zufügen.

Ich bin ein Sossenfan und habe viiiiiel Sahne genommen und getrocknete und frische Tomaten druntergehoben. Im ursprünglichen Rezept von Gaby vom Markt stand nichts von Tomaten, sondern von Schafskäse. Naja, jetzt ist es halt ein wenig abgewandelt...

Dazu passt  (eigentlich) Sauerteigbrot.
Wir haben die Artischocken pur gegessen.

Lecker!Lecker!
Es war einfach nur zu wenig... ;-(


Artischocken, alcachofas, , artichaut, artichokes, kronärtskocka

Heute auf dem Markt bei Gaby


Gekauft und samt Rezept im Korb 
nach Hause getragen:

10 kleine 
Artischockenköpfe 
und 2 große 
Artischockenblüten:




Traumhaft, oder? Wenn der  Herr Strozzi im 15.Jahrhundert gewusst hätte, was er mir damit im Jahr 2013 für eine Freude macht! Dieser florentinische Händler hat nämlich die ursprünglich aus Persien stammenden Pflanzen aus Sizilien importiert, die sich dann erfolgreich über Europa verbreiteten.
Wovon ich, nein alle Schleckermäulchen, heute noch erfreulich profitieren.
Von der patenten Gaby auf dem Würzburger Markt weiß ich,  dass die einzelne Pflanze im Garten gar nicht soviel Platz braucht, aber einen warmen und sonnigen Standort liebt. Den kann ich bieten und liebäugle  deshalb schon heftig mit einer Probepflanzung im nächsten Jahr. Denn die Blüten sind doch echte Hingucker! Was allerdings bedeuten würde, dass ich mich gegen ein Artischockenessen entscheiden müsste. Denn wenn die Blüte erst einmal offen ist, dann hat es die Pflanze geschafft und ist vor dem Kochtopf sicher. Nur die geschlossenen Blütenköpfe werden verspeist, und das in den unterschiedlichsten Varianten: gebraten, gekocht oder frittiert. Mal im Ganzen, mal nur der Artischockenboden, mal nur das Artischockenherz. Oder es werden die in Salzwasser mit Zitronensaft gegarten Blätter ausgelutscht.
Eine Variante werde ich heute ausprobieren. 
Artischocken a la Gaby: 
meine 10 kleinen Artischockenknospen geviertelt mit Knoblauch, Tomaten und Weisswein in der Pfanne gedünstet. Rezept auf Anfrage!

Ich werde berichten!


Gefunden!



Ein schönes Wochenende!

Dienstag, 27. August 2013

Es ist noch Sommer! Da blüht noch was!

Irgendwie war ich der Meinung, der Herbst würde schon um die Ecke schauen. Es hat am  Wochenende geregnet, die Temperaturen dümpelten um die 20 Grad herum, die Äcker wirkten wie frisch vom Friseur mit ihren Stoppelflächen. Ich habe schon von Kohleintopf und Linsengemüse geträumt, wollte den Kamin anwerfen.
Doch nach einem kurzen Blick auf die Sonntagszeitung habe ich erfreut festgestellt: es ist ja noch August! Also folgere ich messerscharf wir Nick Knatterton: es kann noch garnicht Herbst sein! Der Sommer hat ja dieses Jahr auch viel später angefangen hat. Dann hält er doch hoffentlich auch länger! Und in unserem schönen Bayern sind noch immer alle ausgeflogen. Es muss noch Sommer sein, ja, es IST noch Sommer, beschließe ich erleichtert.
Ich muss das Jahr ja nicht älter machen, als es ist, oder?
Schnell sperre ich die Jacken zurück in den Schrank, gebe meine Idee von der ersten Kürbissuppe auf und schalte wieder auf Sommermodus. Als bekennender Schokoladenkonsument kaufe nochmal eine große Packung Schokoeis für den Froster und stecke für den Einkauf meine Füße wieder ohne Strümpfe in die Schuhe.
Das verlangt schon eine Menge Vertrauen in die eigenen Abwehrkräfte. Sonst holt man sich schwupp-die-wupp-haste-nicht-gesehen bei schlappen 16 Grad Halsknistern und Triefnase.
"Wer wagt, gewinnt", denke ich laut und laufe auf leisen Sohlen barfuß durch den Garten. Ich gieße eifrig, schnipple hier und schnipple da und suche und finde immer noch Unkraut. Dabei stelle ich fest, dass auch überall noch was blüht. Die Astern sind noch verknospt, die Bartblumen schimmern erst undeutlich blau. Das Sedum, auch genannt Fette Henne, steht erst am Anfang üppige, himbeerrote Blüten zu entfalten. Ergo ist es noch Sommer. Höchstens Spätsommer. Allerhöchstens.

Und unsere Terrasse erlebt jeden halbwegs trockenen Tag fröhlich dekoriert mit geöffnetem Schirm und Gartenpolstern auf den Stühlen. Soll ja nach Sommer aussehen. Vielleicht hilft's.
Vielleicht stimmen ja alle diese Massnahmen den Sommer gnädig und er bleibt, gebauchpinselt von meiner Anhänglichkeit, ein wenig länger als vorhergesagt?!

Und so sitze ich nach dem Gartentag leicht fröstelnd in eine kuschelige Decke gehüllt im Gartenstuhl, tapfer mit Schokoeis bewaffnet  und erfreue mich an allem, was mir sommerlich erscheint.
Und den Rest träum ich mir einfach dazu!


Freitag, 23. August 2013

Das Tauschbrot...

Das Tauschbrot ist fertig und kühlt gerade aus.
Ein Foto für alle, die nicht das Brot im Sack tauschen wollen... ;-):



P.s. Zum Tausch steht NUR das Brot ca. 700 g ohne das Butterherz ;-). Habe übrigens schon nette Angebote: Museumseinladung nach Berlin, eine Maß auf dem Oktoberfest, hausgemachte Marmelade aus dem Raum Köln. Weiter so!
P.s. Rezept verschicke ich gerne auf Anfrage!

Donnerstag, 22. August 2013

Tausche Brot! Apfelbrot a la Suzanna!

Der Herbst nähert sich unaufhaltsam.
Es locken Zwiebelkuchen, Federweißer und Pflaumen aller Art. Die Freilichtaufführungen sind beendet, der Hafensommer ist vorbei. Und über den Wäldern lässt schon ein Schleier von Goldgelb den nahenden "Indian Summer" erahnen.
Die Germanen nannten diese Zeit harbista, im altfranzösisch wurde herfst geknurrt, auch die Engländer haben den Wortstamm übernommen im Wort harvest.
Der Herbst, die Zeit der Ernte.
Und ernten will ich auch. Ich rutsche in meine gepunkteten Gummistiefel, die Zeckenabwehr-Schuhe, denn man weiß ja nie, ob die bösen Viecherli nicht doch noch aktiv sind und auch was ernten wollen. Los geht´s auf die Apfelwiese! Und dann? Enttäuschung auf ganzer Linie... kaum Äpfel in den Bäumen und vom Fallobst wurde auch schon gierig Besitz ergriffen: aus kleinen Löchern in den Äpfeln schauen mir wippende Wespen-Popos entgegen.
Trotzdem sammle ich wie ein fleißiges Bienchen hier und da scheinbar brauchbare Äpfel ein, die auf der Küchenwaage hoffentlich die erforderliche Menge für mein heutiges Rezept ergeben werden. Ganz knapp  750 g, wie ich dann erleichtert feststelle, denn in manchem kleinen Bio-Apfel steckte doch der Wurm.
Wofür so viele Äpfel? Es gibt heute Apfelbrot. Genauer gesagt morgen, denn die Zutaten aus Äpfeln, cranberries, getrockneten Kirschen, Walnüssen, braunem Zucker und Zitronensaft müssen über Nacht ziehen.
Aber dann! Mit Dinkelmehl entsteht daraus ein mehr als köstliches Brot, dass mit etwas Butter und einer schönen Tasse Kaffee zu einem wunderbaren Frühstück wird! 
Übrigens: ich backe 2 Bio-Apfel-Brote auf einmal und biete ein Brot zum Tausch an. Wer was nettes, kreatives, überraschendes anzubieten hat, der möge mir schreiben. Ich bin da eigentlich ganz anspruchslos. Aber natürlich nehme ich auch Karten für die Met, eine Fahrt im Oldtimer oder eine Einladung zur Teatime bei der Queen. Ganz nach Oskar Wilde: ich habe einen ganz einfachen Geschmack, ich bin immer mit dem Besten zufrieden. :-)
Die Brotübergabe kann gerne persönlich stattfinden. Wenn das tolle Tausch-Angebot aus einer anderen Stadt als Würzburg kommt, dann verschicke ich das Brot auf dem Postweg. Apropos Weg: der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen. Verständlich, oder? ;-)

Na dann mal los, ich bin ganz neugierig, wohin die Brotreise geht!
Einem neuen Post sind damit schon Tor und Tür geöffnet!



Dienstag, 20. August 2013

Renaissance der Romantik

Lassen Sie sich den Titel auf der Zunge zergehen:
Renaissance der Romantik.

Aber so ist es doch, oder? Sie kommt wieder, die Romantik.
Kleine Lämmchen erobern Zeitschriftentitel. Lauschige Gartenplätzchen, Laura Ashley Üppigkeit und hausgemachte Marmeladen sind das Nonplusultra. Landleben, Landlust und Nostalgie. Jedem seinen Hirsch als Deko! Wohin das Auge blickt: wir sind mitten drin in der neo- Romantik! Fehlt nur noch, dass Goethes Werther wieder auf Nr.1 der Bestsellerliste steht.

Aber das Früher von früher gibt es nicht mehr. Schluss, aus, Äpfel. Wie war das? Diametral zum Wunschdenken der Bundesbürger hält die Landflucht an, sagen neuste Statistiken. Vororte leeren sich, Landkindergärten schließen, alle wollen eine Stadtwohnung... aber schwelgen in Träumereien vom romantischen Landleben. Die verklärte Sehnsucht nach etwas, was eigentlich vorbei ist. Wie soll das gehen? Stadtwohnung mit Zicklein auf dem Balkon? Bienenhonig auf der Hochhausterrasse schleudern. Schinken räuchern, vielleicht im innenliegenden Badezimmer ohne Fenster?
Hallo! Aufwachen! Wir sind in allererster Linie Städter.  Wir wissen doch kaum noch wo das Fleisch herkommt, wie frische Milch schmeckt. Aber wir stürzen uns auf Zeitschriften mit Rezepten zum Butterselbermachen. Aus homogenisierter, sterilisierter, pasteurisierter und carotinierter Milch? Der irrsinnige Versuch muss kläglich scheitern, auf jeden Fall was das Geschmackserlebnis angeht. Es sei denn, man ruiniert die Ökobilanz mit einer vierzigminütigen Fahrt zum Ökobauern.

Aber es gibt sie, die kleinen Möglichkeiten, eine Prise "gute, alte Zeit" at home zu leben und in den städtischen Alltag zu integrieren. Dazu gehört z.B. eine schmackhafte Küche mit frische Zutaten, kurzum der Kauf von guten Lebensmitteln. (heisst ja bewusst Lebens-Mittel, oder?)
Wer in Würzburg zu Hause ist, sollte sich deshalb unbedingt mal bei Mustafa umschauen. Mustafa ist eigentlich Ingenieur und hat nicht ganz freiwillig vor vielen Jahren sein Heimatland Jordanien verlassen. Er hat sich komplett umorientiert, ja so ist das Leben, und sich seit vielen Jahren auf Obst- und Gemüsehandel spezialisiert. Als Reminiszenz an sein Herkunftsland macht seine Frau immer mal wieder köstliches Bulgur oder Homos. Das steht appetitlich portioniert in einer Kühltheke und wartet darauf, dass Sie das mal probieren!
Dieser kleine, feine Laden im Frauenland bietet eine wunderbare Auswahl an frischem Obst und Gemüse. Liebevoll dekoriert, mit viel Engagement präsentiert. Mustafa hat auch großartige Olivenöle, Antipasti, Nudelsorten aus Italien und lecker scharfe Oliven. Eigentlich entwickelt er sich mehr und mehr zum Feinkostlädchen. Jedesmal, wenn ich komme, entdecke ich neue Schätzchen. Das letzte mal traumhafte Gewürzmischungen. Und so was suche wir doch alle immer, oder? Das besondere, das handdekorierte, das andere. Ade Supermarkt! Wo der unpersönliche Einkauf Stunden dauert. Weg von den unter Frischhaltefolie erstickenden gelblichen Broccolis. Wer liebt es nicht, so ein schickes, sauberes  Lädchen, mit persönlicher Bedienung.  Wenn Zeit ist, dann gibt es auch mal einen kleinen, starken Kaffe und ein munteres Gebabbel über Gott und die Welt. Halt wie früher.
Zwischen großen Körben voller Obst und Gemüse und Kisten mit Kartoffeln, an denen noch die Erdklumpen kleben.
Und aus diesem Nachtschattengewächs (und damit verwandt mit der Tomate, man staune) können so wunderbar schlichte Sachen wie Pellkartoffeln mit Quark, Kartoffelstampf,  Kartoffelauflauf mit frischem Salat oder Kartoffelpuffer entstehen. Wer will da noch Tüten-Pommes?
Am liebevoll gedeckten, vielleicht sogar kerzenerleuchteten Tisch ist man dann ganz schnell auch in der Stadtwohnung mitten in der Neo-Romantik angekommen.

Es lebe das romantische Landleben at home! ;-)



Mustafa, Würzburg, Wittelsbacherstraße 8

Montag, 19. August 2013

Bayerische Tapas



Statt Wort zum Sonntag ein Foto zum Montag:
Bayerische Tapas - handgemacht vom Herrn des Hauses






Samstag, 17. August 2013

Pavlova - das Rezept zum Sonntag

Seit des letzten Cronut-Post's "stachelt" der Herr des Hauses: nun müsse ich aber auch mal wieder ran an den Backofen und zeigen, was ich Kleinbäckerin so drauf habe.
Also gut. Allerdings: den schon in Post soundsoviel avisierten, selbstgemachten Bienenstich gibt´s immer noch nicht. Denn heute ist mir schon wieder ein Körbchen Heidelbeeren nachgelaufen... die in einem Bienenstich nun wirklich rein garnichts zu suchen haben. Also verarbeite ich die Beerchen jetzt zu einer wunderbaren Wochenend-Torte, einer "Pavlova". Für diese süße Köstlichkeit reklamieren sowohl  Neuseeland als auch Australien gleichermaßen die Urheberschaft. Auslöser für die Erfindung dieser Torte war die Balletteuse Anna Pawlowa, die in beiden Ländern im gleichen Jahr Gastauftritte absolvierte und alle und jeden mit Grazie und Eleganz verzauberte. Die Pawlowa war einfach himmlisch!
Und himmlisch schmeckt  auch diese namensgleiche Torte. Leicht und fluffig. Halt so, wie die Pawlowa über die Bühne geschwebt ist. 
Die Torte besteht aus einer halbierten, außen knusprigen und innen weichen Baisermasse, die mit Schlagsahne und Früchten gefüllt wird. Wirklich köstlich! Ich kenne seit diesem Jahr die australischen Pavlovas und habe ernsthaft überlegt eine Fanseite ins Leben zu rufen!
So ganz orginalgetreu wird die Torte bei mir allerdings nicht.
Ich habe heute nämlich keine Lust die langwierige Prozedur des Eiweißtrennens, Eiweißschlagens und Baiserbackens durchzustehen. Was soll ich auch später mit den vielen Eigelb? Bei 28 Grad Aussentemperatur schon in die verfrühte Weihnachtsbäckerei einsteigen? Mir fehlt auch für den Teig der Zitronensaft, der dafür sorgt, dass die Masse beim Backen innen weich bleibt. Statt dessen habe ich fremdgebackene und selbstgekaufte, nette Minibaisers etwas zerbröselt und als Tortenbodenersatz in eine kleine Ringform gedrückt. Darauf schichte ich jetzt - ganz kreativ-  immer wieder was anderes. Zuerst  knusprige italienische Cantuccini, dann selbstgekochten Vanillepudding, danach eine dünne Schicht hausgemachte Johannisbeermarmelade meiner Schweizer Freunde, schließlich eine feste Creme aus Schlagsahne und Jogurt, nur leicht gesüßt. Und auf jeden Fall ohne Agar-Agar, was angeblich ein geruchsneutraler Gelatineersatz sein soll, in meinem Näschen und auf meiner Zunge aber immer als algig-fischige Möchtegern-Gelatine registriert wird.
Also insgesamt ist diese Pavlova mit den bayerischen Heidelbeeren eine ziemlich internationale Sache. Die schnukkelige Größe der Schichttorte von ca. 15cm lässt zusätzlich Erinnerungen wach werden an die Sonntagsküchlein in der Konditorei Ladurée in Paris. Klein, aber fein.
Und nun wollen Sie natürlich wissen, wie die Pavlova Variation schmeckt?
Ich zitiere/O-Ton des Hausherrn:
"Olala, c´est bon, a guets guazli mit Heubeeri, noch a' Stück bitte, mille grazie! ;-)

Der Sonntag kann kommen!





Freitag, 16. August 2013

Cronut...in Würzburg

Seit Wochen in den Schlagzeilen und im wahrsten Sinne des Wortes in aller Munde: die Backwarenkreation aus New York, der Cronut.
Eine Kombination aus Croissant und Doughnut, ein Irgendetwas aus Teig mit  unglaublich viel Butter, zusätzlich dann - wahrscheinlich um den Fettgehalt nochmals zu erhöhen...huhuhuhu - in der Friteuse ausgebacken und zur Krönung mit kalorienreicher Sahnecreme gefüllt. In allen Geschmacksvariationen und natürlich mit kreischend bunter Glasur oder schrillen Liebesperlen verziert. Dafür steht der New Yorker schon ab 5.00 Uhr an. Und für die auf 2 Stück pro Kunde rationierten Cronuts blättert Mann oder Frau pro Stück über 5 € hin! Auf 350 Stück pro Tag sind die Kalorienbomben limitiert und blitzschnell ausverkauft. Wer nicht Schlange stehen will, der erwirbt das exklusive Teilchen im zweiten Anlauf vom Ersterwerber mit einem saftigen Aufschlag. Verknappung macht es möglich! Da wechselt gleich an der nächsten Straßenecke so ein In-Teilchen schon mal für 40 Dollar den Besitzer. Total verrückt, oder?
In Würzburg habe ich jetzt auch einen Cronut ergattert, ganz ohne Schlange stehen und für schlappe 1,99€. Meine Sherlock-Holmes-akribischen Untersuchungen haben ergeben:
es scheint mehr Cro als Do zu sein, der Kringel sieht aus wie ein Blätterteigturm und ist nur schwach gefüllt mit unspektakulärer Fertigcreme. Schmeckt dröge und uninteressant. Optisch sieht der Franken Cronut der amerikanischen Version überhaupt nicht ähnlich.Vielleicht braucht man zur Anfertigung eine Cronut-Ausbildung? Ganz ehrlich: die fränkische Variante war nix. Habe nach zwei Bissen das Ding zur Seite geschoben und überlegt, mir mein Hüftgold lieber auf andere Weise zu erarbeiten. ;-)
Obwohl mit Liebe auf silbernem Tablett serviert :
ein ehrliches "nein-danke-muss-nicht-noch-mal-sein".