Dienstag, 31. März 2015

11 Beaufort sind doch zuviel

11 von 13 beaufort waren mir doch zuviel. Nassschnee, Hagel, Regenschauer aus dem Nichts. Die Osterwanderung glich einem Marsch gegen die Naturgewalten. Gesicht verbrannt, Baumbruch überall, fliegende Äste und Gegenstände aller Art.  Da ich mir eine Tour unter freundlicheren Bedingungen vorgestellt habe und auch nicht vorhatte "die Tour um jeden Preis durchziehen zu wollen", habe ich heute unsere Osterwanderung abgebrochen. Fazit: 1. ich weiß, dass ich 35km am Tag wandern kann; 2. ich bin wetterfest und 3. ich bin alt genug, um zu wissen,  wann ich meinen Weg neu überdenken muss. Sturmtief Niklas muss ohne mich auskommen. Status: zufrieden und happy at home.






Donnerstag, 26. März 2015

Kröten fürs Karma

Es ist wieder soweit! Nein, ich meine nicht Ostern, sondern die Krötenwanderung. Ist ja schon bekannt, dass ich die Tierchen richtig niedlich finde. Diese kühle, weich-ledrige Haut, diese unglaubliche Kraftanstrengung, die die Kröten jedes Jahr auf sich nehmen. Dieses Jahr kann ich ihnen bei ihrer Wanderung professionell beistehen: ich hatte mir nämlich eine Stirnlampe zu Weihnachten gewünscht! (die auch zum Einsatz kommen wird, um die ungeliebten Nacktschnecken zu finden!) Mit Stirnlampe kann ich die verirrten Kerlchen aufspüren, wenn sie mal wieder den Weg Richtung Straße statt Richtung Tümpel eingeschlagen haben.
Die Natur ist einfach unglaublich! Jedes Jahr aufs neue wandern diese Tiere aus dem Wald und den Erdlöchern Richtung Wasser, Morast oder Teich. Dort suchen sich die deutlich überzähligen Männchen (gestern hatte ich auf 27 Männchen nur 1 Weibchen!)  eine durch ihren Umfang sofort zu erkennende Krötenfrau für neckische aber auch sinnvolle Spiele. Weibchen laichen nur alle zwei bis drei Jahre, da ist der Run auf die Damen natürlich groß. Und die Männchen reagieren deshalb mit einem Klammerreflex, wenn sie ein Weibchen erwischen. Der Reflex kann auch schon mal daneben gehen: einen meiner Finger hat ein Männchen  fälschlicherweise so fest umklammert, dass ich den Kerl kaum wieder losbekommen habe...
Teilweise schleppt das begehrte Weibchen bis zu drei Männchen mit sich herum bis zum Laichplatz, die einfach nicht von ihr ablassen wollen. (Sind wahrscheinlich froh, den eigenen, männlichen Artgenossen zu entfliehen,  ;-)!) Wenn die Paarungszeit zu Ende ist, dann kriechen die Kröten wieder in den Wald zurück. Ist die Natur nicht irre?
Ich war gestern lange unterwegs, mit Eimer, Stirnlampe und Rad. In der Dämmerung fängt es an: dann raschelt es im Laub, dann kann man ein süßes Zirpen hören. Dann ziehen sie los, die Kröten. Gestern wurden ca. 250 Kröten aufgesammelt und an einen neu angelegten Teich im Wald verfrachtet. In meinem Eimer waren besagte 27 Stück plus 1. Je wärmer es ist, desto mehr Kröten wandern, dass kann in die TAUSENDE gehen! Es mag angesichts der vielen Grausamkeiten und Unglücke in dieser Welt vielleicht seltsam erscheinen: aber jede "gefundene", kleine Kröte erfreut mein Herz. Besonders in dieser Zeit.





Montag, 16. März 2015

Lavendel-Mathematik


803 x 5mal schnippschnapp im März = der Sommer kann kommen!

(803 x 5mal schnippschnapp  Frühjahr) + (803 x 7 mal schnippschnapp Spätsommer) 
= 1 Jahr Lavendelarbeit

(803 x 12x schnippschnapp x 10 Jahre = dauerhaft Physio ;-) )

Before and after:









Samstag, 14. März 2015

London...


London...
ähmm...FAST wie in London: das Wetter und das wunderbare Frühstück schon morgens um 8.00 Uhr im Würzburger Brückenbäck! Um das uns die Londoner sicher beneiden, so sie das Caféhaus Brückenbäck denn kennen. Hatte schon ewig keine baked beans mehr. Und die Marmelade war der Hit! Was für ein schöner Morgen!



Montag, 2. März 2015

Trennungen

Es gibt Dinge, von denen trennt man sich äußert ungern. 
Aber in manchen Fällen muss man schlicht und ergreifend akzeptieren, dass die Trennung erforderlich ist und es so nicht weiterläuft. 

:-).



Freitag, 27. Februar 2015

...und noch etwas farbiges...

Galerie Arte, Sedanstraße in Würzburg

Arbeiten  auf dibond, gebürstetem Alu, Leinwand oder Bütten







Donnerstag, 26. Februar 2015

Trotz Olymp...

... ein paar farbige Nachrichten sollten es ja schon noch sein an diesem sonnigen Donnerstag! :-)




Die Tour auf den Olymp...

Die Tour auf den Olymp... fällt aus. Ja, Sie haben richtig gelesen. Wir wollten dieses Jahr eigentlich auf den Olymp kraxeln und den Plan haben wir jetzt erst mal fallengelassen. Dabei hätte es uns super Spaß gemacht, da bin ich sicher! Wir hätten in jeder noch so kleinen Hütte auf dem Weg auf den Berg unsere Devisen gelassen und ein bisschen Raki oder Ouzo getrunken und die üblichen Spezereien wie Moussaka oder griechischen Salat verspeist. Es wäre ganz sicher erhebend gewesen, den Olymp zu besteigen, so was "für´s Leben", wenn Sie wissen, was ich meine. Den Göttern nah, dem schnöden Erdendasein fern. Ein bisschen hätten wir uns auch gefreut, die Griechen zu unterstützen. Der Tourismus lief ja seit letztem Jahr wieder an. Wir hätten durch die Olympbesteigung unseren Obolus quasi "direkt abgegeben" und nicht nur in Form der von unserem Staat unterzeichneten Kredite etc., was uns alles ja leider irgendwann und irgendwie hässlich auf die Füße fallen wird.

Jetzt haben wir die Reise nach Griechenland erst mal auf Eis gelegt. (Vermutlicherweise sind wir die einzigen... aber so was kann passieren. Und vermutlich denken viele anders, aber auch das kann passieren ;-))
Denn das muss ich mir nochmal in Ruhe überlegen, ob ich will wirklich in ein Land will, dass unsere Angie beschimpft und zum Feinbild stilisiert und unseren tapferen, wirklich vernünftigen Schäuble an den Pranger stellt. Ganz zu schweigen davon, dass mir einfach das Verständnis fehlt, wie man sich derart aufführen kann, wie die neuen, wenn auch durch Wahl legimitierten, griechischen Politiker. Das hat mich doch ziemlich verblüfft, dieses Auftreten der beiden neuen, krawattenlosen Staatsmänner. Wer schon mal einen Kredit bei einer Bank aufgenommen hat, der weiß, dass die Erfolgsaussichten für eine Kreditverlängerung, sofern ungesichert und unplausibel,  geschweige denn für einen Vertragsbruch und Androhung von Nichtzahlung sehr böse ins Auge gehen können.
Natürlich wissen, wir, dass die Politiker leider nicht immer das Volk angemessen vertreten oder dessen Sprache sprechen. Hier scheint es irgendwie anders, oder?
Wer will schon in ein Land reisen, dessen Mitbürger uns Deutsche mit einer mehr als mageren Quote von nur einem Prozent  "als Freunde" bezeichnen?
Wir jedenfalls verzichten erstmal  traurigen Herzens auf den Olymp, warten ab und schleppen uns und unsere Kröten woanders hin. Spanien, Italien oder auch Portugal sind ja auch schöne Reiseziele. Wobei...auf dem Pico del Teide waren waren wir schon.
Der Olymp wär´s halt gewesen! Mist. Vielleicht haben die Götter ja noch ein Einsehen.

Dienstag, 24. Februar 2015

Gaumenfreund!


Was für ein schöner Name, den Barbara Wenemoser für Ihr Tagesbistro gewählt hat! Sie hat seit September 2014 in Würzburg das alte Cafe an der Mergentheimerstraße/Ecke Nikolausstraße übernommen und betreibt dort ein kleines/feines Geschäft, in dem man wunderbaren Cappuccino, hausgemachte Kuchen und leckere, schmackhafte Kleinigkeiten bekommt. Jeden Tag kocht sie zur Mittagszeit etwas anderes frisches - nachzulesen auf ihrer Facebook-Seite. Während man in ganz gemütlicher Atmosphäre Kleinigkeiten essen und trinken kann, lohnt sich ein Blick in die Regale: dort stehen so wundervolle Dinge wie Wurstwaren von Friedbert Bauer, Linsen aus der schwäbischen Alb oder handgerührte Marmeladen aus der Region. Wer Barbara kennt, der weiß, dass sie dieses Kleinod von Laden mit viel Herzblut betreibt. Sowohl faire Preise für die Produzenten als auch für die Genießer sind ihr wichtig. Und dann natürlich die Qualität der Lebensmittel. 
Die Produzenten kennt sie fast alle persönlich. 
Der "Gaumenfreund" ist ihr Beitrag - abseits von Massentierhaltung und Agrarwahnsinn - Ihre Kunden für qualitativ hochwertige, meist regionale Lebensmittel zu begeistern.