Titel gesucht!
Freitag, 21. März 2014
Mittwoch, 19. März 2014
Sie sind wieder da!
Das erste Paparazzi-Foto von gestern Nacht 21.23h:
Sie sind wieder da!
Sie wandern wieder!
Gestern Nacht saßen sie überall, völlig benebelt von der großen Reise, der anstehenden Wanderung. Kleine und größere Kröten standen in Schockstarre überall herum wie grüne Granatsplitter - und bewegten sich im Lichte der Autoscheinwerfer Gott-sei-dank keinen Zentimeter. Die Natur begeistert mich immer wieder aufs Neue! Besonders, wenn ich darüber sinniere, was diese lederweichen Kreaturen so alles auf sich nehmen, um mit Hilfe ihres integrierten Navigationssystems mit aller Macht an die Plätze Ihrer Geburt zurückzukehren.
Reisen Sie auch einmal jährlich unter Aufbietung aller Kräfte an den Ort, wo sie zur Welt kamen? Wenn nein, wieso nicht? Wenn ja, wieso? Haben Sie schon mal darüber nachgedacht? Und wenn nicht, vielleicht sollten Sie es tun? Ich meine das Reisen, vielleicht auch das Darüber-Nachdenken...
Frühmorgengrüße mit lindgrünem Grüntee aus Japan in der Tasse.
Mich hat nämlich das Vogelgezwitscher so zeitig aus den Träumen gerissen!
p.s.1 Granatsplitter sind kegelförmige, schokoladenüberzogene Kuchensünden.
p.s.2 Interessant wäre auch die Variante "Reise an den Ort der Zeugung"... Da sehen Sie mal, wie wenig man über die eigene Herkunft weiß und auch nicht mangels innerem Navigationssystem herausfinden wird...
p.s.1 Granatsplitter sind kegelförmige, schokoladenüberzogene Kuchensünden.
p.s.2 Interessant wäre auch die Variante "Reise an den Ort der Zeugung"... Da sehen Sie mal, wie wenig man über die eigene Herkunft weiß und auch nicht mangels innerem Navigationssystem herausfinden wird...
Dienstag, 11. März 2014
zocken...
Jeder hat ein Laster. Wirklich jeder. Sie nicht? Da haben wir´s doch: Flunkern kann auch als Laster durchgehen! ;-).
Zur Zeit erleben wir ja die Beichte des offensichtlich größten Zockers der Nation, Herrn UPunktHPunkt. Da scheint ja was mit der Wahrnehmung schief gelaufen zu sein, ein irrwitziger Realitätsverlust. Trotzdem fasse ich mir "a weng' " selbst an die Nase: nur zu gut erinnere ich mich an wundervolle Stunden auf dem Brighton Piers. Das sind lange Holzstege, ins Meer gebaut, mit jugendstilanmutigen Stahl- und Glaskonstruktionen, unter denen sich hunderte von Glücksspielmaschinen befinden. Da kann man jede Menge Geld loswerden, in größere oder kleinere Schlitze stecken, immer beseelt von der Hoffnung, dass irgendwann der große Geldsegen aus einem der bunten Automaten auf einen niederprasselt. Passiert natürlich nicht. Genauso wenig wie in den Spielkasinos, in denen ich tunlichst immer mit einem ganz strengen Limit stundenlang sehr viel Spaß hatte, aber keinen namhaften Gewinn einstreichen konnte. Und dann... diese ebay Aktionen: das ist doch auch Zockerei, oder? Wer Versteigerungen beobachtet oder dran teilnimmt, kann immer wieder feststellen, dass manches Mal mehr geboten wird für eine gebrauchte Sache, als die bei amazon neu kosten würde. Aber es macht halt Spaß, das Gewinnen, das Siegen.
In den letzen Wochen habe ich noch etwas neues entdeckt...liveauction in Amerika. Da bin ich jetzt gelistet und zu unmöglichen Zeiten - durch die Zeitverschiebung - kann ich nun an Auktionen live teilnehmen. Also das müssen Sie sich so vorstellen, dass da hunderte von Leuten in einem Saal (floor) sitzen und der Auktionator sich schick hinter dem Pult aufgestellt hat. Dann werden da je nach Auktion Bilder, Schmuck oder Möbel gezeigt, mit Nummer aufgerufen und es werden Gebote entgegengenommen. Und ich... sitze im entfernten Würzburg mit müden Augen im Nachtgewand auf der Couch und biete mit. Per Internet. Da ich multitasking fähig bin, läuft bei mir im Hintergrund eventuell ein Krimi, jedenfalls habe ich einen Tee neben mir stehen. Und ich sehe wie ein Angebot nach dem anderen aufgerufen wird und über meinen ipad-Bildschirm flattert. Je nachdem, wer bietet, und wer die höchste Summe geboten hat, erscheinen wie von Geisterhand die Worte "floor" - aus dem realen Saal - oder "internet". Das Internetgebot kann aus irgendeinem Winkel dieser Welt stammen. Ist das nicht crazy?
Die ganze Aktion ist surreal, magisch, es kribbelt im Bauch vor Aufregung und der Finger ist nur all zu schnell dabei auf "bid" zu drücken. Schon hat man den Salat und hat etwas zu einem Preis ersteigert, den man eigentlich gar nicht zahlen wollte. Aber diese drohende roten Aufforderung ("last call, 3,2,1...) die kurz vor Ende des Gebotes aufflackert, die machen einen einfach kirre. Mich zumindest. Da habe ich doch tatsächlich eine Seriegraphie von Andy Warhol mit handschriftlicher Signatur erworben, die ich eigentlich nicht so wirklich wollte: ein Automotiv, ich stehe aber eher auf seine Marilyns oder auf seine Blümchen. Naja, ist nicht so tragisch. Dann stelle ich das Teil eben hier in Deutschland bei ebay ein und habe auch wieder ein leichtes Kribbeln im Bauch, wenn dann hoffentlich hier die Zockergemeinde über meinen Warhol herfällt.
Erst muss das Papierstück aber mal bei mir landen. Und das ist nicht so einfach. Denn UPS hat ein Versandangebot für einen Wahnsinnspreis aufgerufen, so daß ich schon dabei war, den Warhol einer der Auktionsmäuse zu schenken. Nach langer Recherche habe ich nun ein tolles Unternehmen aufgetrieben: das heißt parcel2me. Jetzt habe ich eine Adresse in New Jersey, da lasse ich alles mögliche hinschicken. Und von dort aus wird alles in einer Sammellieferung für einen wirklich moderaten Preis nach Deutschland an mich verschickt. Tolle Idee, ich hoffe nur, sie funktioniert auch.
Und so lange bleibt es spannend. Und da mein Warhol noch nicht da ist, gibt´s heute mal ein Bild von mir zur Ansicht. Denn wer´s noch nicht weiß: neben Haus- und Gartenarbeit, da bin ich mit Leib und Seele Malerin.
Genießen Sie die Sonne!
Montag, 10. März 2014
Lieber Herr Zuckerberg : I have null face-boo(c)k
Lieber Herr Zuckerberg,
so habe ich mir das nicht vorgestellt! Seit geraumer Zeit ist meine Pinnwand voller Werbung, es tummeln sich dort Leute, die Zeug bewerben. Das sind nicht meine Freunde, ich betone das ausdrücklich! Was haben die auf meiner Pinnwand zu suchen? Und dann sind da noch Werbeempfehlungen von Freunden. Bekommen die Geld dafür, dass sie mir eine doofe Creme anpreisen? Jeder zweite oder dritte Post eine blöde Werbebotschaft, die mich nicht die Bohne interessiert.
Lieber Herr Zuckerberg: das habe ich so alles nicht bestellt und so nicht gewollt!
Ich bin deshalb in einer tiefen Depression, in einer null faceboo(c)k-Phase.
Und weil ich nicht reinschaue in das weltumspannende Netz der Gesichter, da gehen mir wirkliche wichtige Ereignisse durch die Lappen: Geburtstage, Urlaubsbildchen von nahen oder sehr entfernten "Freunden", Videos (die ich sowieso nicht öffnen würde), friend-Anfragen von Würzburger Bürgermeisterkandidaten (die mich nicht kennen, aber unbedingt nächste Woche von mir gewählt werden wollen). Die echten von den unechten Posts zu unterscheiden, das nervt! Das hält auf und ich fühle mich wie Aschenputtel mit der zwar lösbaren, aber unerfreulichen Aufgabe der Linsensortiererei. (Oder waren es Erbsen?)
Deshalb, lieber Herr Zuckerberg, schaue ich in letzter Zeit einfach gar nicht mehr rein in Facebook. Und habe so zwar leider auch noch Kindsgeburten, Beinbrüche, Bänderrisse, misslungene Torten und Umzüge verpasst.
Aber es geht mir gut. Sehr gut sogar. Bei dem Zeitgewinn habe ich 4 großartige Bücher gelesen, habe deutlich mehr Freunde angerufen oder besucht und völlig gelassen meine 800 Lavendel geschnitten.
Ich bin es nämlich satt, dass mir diese Pinnwandselektiererei die Zeit stiehlt! Außerdem habe ich gehört, dass Sie, Herr Zuckerberg und Ihre Mannschaft alle meine Schritte im Netz überwachen können, wenn ich mich nicht bei Facebook abmelde, sondern Ihr Programm im Hintergrund laufen lasse. Das da was dran sein muss, kann ich ja auch klar daran erkennen, dass sie mich immer wieder mit Werbung beschmeissen, die sich auf von mir im Laufe des Tages gegoogelte Dinge bezieht. Ist zwar eigentlich nicht weltbewegend, dass Sie jetzt wissen, dass ich zur Zeit eine Feuerschale für den Garten suche und mich für einen Kartoffelstampfer interessiere. Aber ich will es trotzdem nicht, weil es Sie NIX, ich betone GAR NIX angeht. So, das war mal Klartext.
Ihre Finger haben Sie inzwischen ja sowieso überall drin: wenn ich irgendwo einloggen will, werde ich sofort gefragt, ob ich das nicht mit meinen Facebook Daten machen möchte. NEIN, möchte ich nicht! Es geht Sie nämlich auch nichts an, in welcher online Parfümerie ich nach Schnäppchen jage oder wo ich meine Blumenzwiebeln bestelle.
Und dass Sie sich jetzt auch noch whatsapp unter den Nagel gerissen hat, hat mich postwendend in die Arme des Messengerdienstes Threema getrieben. Auch wenn da noch kaum einer angemeldet ist, was die Kommunikation nicht gerade erleichtert. Ich habe einfach null Bock darauf komplett von Ihnen durchschaut zu werden. Würden Sie sicher auch nicht wollen, diese komplette Analyse Ihres Internetverhaltens, oder?
Nun denke ich sehr ernsthaft darüber nach, mich aus diesem facebook Gerangel komplett rauszuhalten, mein Konto abzumelden. Sie meinen, dann würde keiner mehr meinen Blog lesen? Glaube ich nicht, denn den Blog kann man ja auch direkt abonnieren.
Ich werde Ihnen meine Entscheidung schnellstmöglich mitteilen.
Hochachtungsvoll
PM
p.s. Übrigens Herr Zuckerberg, wenn keiner mehr meinen Blog liest, dann merke ich das ja noch nicht mal. Weil ich nämlich nur schreibe und keine "Leser-Analyse" betreibe. Und dann lasse ich das vielleicht ganz und schreibe lieber ein Buch. Das habe ich seitenzahlenmässig im letzten Jahr ja sowieso schon "zusammengeschrieben". Und eine Idee für ein Buch habe ich auch.
so habe ich mir das nicht vorgestellt! Seit geraumer Zeit ist meine Pinnwand voller Werbung, es tummeln sich dort Leute, die Zeug bewerben. Das sind nicht meine Freunde, ich betone das ausdrücklich! Was haben die auf meiner Pinnwand zu suchen? Und dann sind da noch Werbeempfehlungen von Freunden. Bekommen die Geld dafür, dass sie mir eine doofe Creme anpreisen? Jeder zweite oder dritte Post eine blöde Werbebotschaft, die mich nicht die Bohne interessiert.
Lieber Herr Zuckerberg: das habe ich so alles nicht bestellt und so nicht gewollt!
Ich bin deshalb in einer tiefen Depression, in einer null faceboo(c)k-Phase.
Und weil ich nicht reinschaue in das weltumspannende Netz der Gesichter, da gehen mir wirkliche wichtige Ereignisse durch die Lappen: Geburtstage, Urlaubsbildchen von nahen oder sehr entfernten "Freunden", Videos (die ich sowieso nicht öffnen würde), friend-Anfragen von Würzburger Bürgermeisterkandidaten (die mich nicht kennen, aber unbedingt nächste Woche von mir gewählt werden wollen). Die echten von den unechten Posts zu unterscheiden, das nervt! Das hält auf und ich fühle mich wie Aschenputtel mit der zwar lösbaren, aber unerfreulichen Aufgabe der Linsensortiererei. (Oder waren es Erbsen?)
Deshalb, lieber Herr Zuckerberg, schaue ich in letzter Zeit einfach gar nicht mehr rein in Facebook. Und habe so zwar leider auch noch Kindsgeburten, Beinbrüche, Bänderrisse, misslungene Torten und Umzüge verpasst.
Aber es geht mir gut. Sehr gut sogar. Bei dem Zeitgewinn habe ich 4 großartige Bücher gelesen, habe deutlich mehr Freunde angerufen oder besucht und völlig gelassen meine 800 Lavendel geschnitten.
Ich bin es nämlich satt, dass mir diese Pinnwandselektiererei die Zeit stiehlt! Außerdem habe ich gehört, dass Sie, Herr Zuckerberg und Ihre Mannschaft alle meine Schritte im Netz überwachen können, wenn ich mich nicht bei Facebook abmelde, sondern Ihr Programm im Hintergrund laufen lasse. Das da was dran sein muss, kann ich ja auch klar daran erkennen, dass sie mich immer wieder mit Werbung beschmeissen, die sich auf von mir im Laufe des Tages gegoogelte Dinge bezieht. Ist zwar eigentlich nicht weltbewegend, dass Sie jetzt wissen, dass ich zur Zeit eine Feuerschale für den Garten suche und mich für einen Kartoffelstampfer interessiere. Aber ich will es trotzdem nicht, weil es Sie NIX, ich betone GAR NIX angeht. So, das war mal Klartext.
Ihre Finger haben Sie inzwischen ja sowieso überall drin: wenn ich irgendwo einloggen will, werde ich sofort gefragt, ob ich das nicht mit meinen Facebook Daten machen möchte. NEIN, möchte ich nicht! Es geht Sie nämlich auch nichts an, in welcher online Parfümerie ich nach Schnäppchen jage oder wo ich meine Blumenzwiebeln bestelle.
Und dass Sie sich jetzt auch noch whatsapp unter den Nagel gerissen hat, hat mich postwendend in die Arme des Messengerdienstes Threema getrieben. Auch wenn da noch kaum einer angemeldet ist, was die Kommunikation nicht gerade erleichtert. Ich habe einfach null Bock darauf komplett von Ihnen durchschaut zu werden. Würden Sie sicher auch nicht wollen, diese komplette Analyse Ihres Internetverhaltens, oder?
Nun denke ich sehr ernsthaft darüber nach, mich aus diesem facebook Gerangel komplett rauszuhalten, mein Konto abzumelden. Sie meinen, dann würde keiner mehr meinen Blog lesen? Glaube ich nicht, denn den Blog kann man ja auch direkt abonnieren.
Ich werde Ihnen meine Entscheidung schnellstmöglich mitteilen.
Hochachtungsvoll
PM
p.s. Übrigens Herr Zuckerberg, wenn keiner mehr meinen Blog liest, dann merke ich das ja noch nicht mal. Weil ich nämlich nur schreibe und keine "Leser-Analyse" betreibe. Und dann lasse ich das vielleicht ganz und schreibe lieber ein Buch. Das habe ich seitenzahlenmässig im letzten Jahr ja sowieso schon "zusammengeschrieben". Und eine Idee für ein Buch habe ich auch.
Donnerstag, 13. Februar 2014
Erwischt !
13. Februar 6.55h
Auf frischer Tat ertappt: Mr. Eichhorn ;-)
Aber wer könnte bei dieser Nüsschen Sammlung auch widerstehen?
Dienstag, 11. Februar 2014
Entschieden! jag lära sig svensk
Das Leben ist (manchmal) so einfach: da fahren wir spontan nach Füssen, weil die Herrin des Hauses- meine Wenigkeit - in schönem Ambiente das Moses Pendleton Tanzensemble MOMIX Botanica sehen muss - und da fällt dann unerwarteterweise die Entscheidung für die zu lernende Sprache. Warum? Weil ein ganz reizender, multilingualer Kellner unsere gute Stimmung fast zum Überschäumen bringt. Und unter anderem verschmitzt erzählt, dass gleich nach der Schweiz nur noch ein weiteres Land dauerhaft für Einwanderungen in Frage kommt: Schweden. Tja, und weil das mit den Einwanderungen bei den Eidgenossen ja nun Schnee von gestern ist, ich auch überhaupt nicht auswandern, geschweige denn irgendwo einwandern will, aber die weiteren Argumente für das Land im hohen Norden einfach so überzeugend waren, da ist die Entscheidung nun gefallen:
jag lära sig svensk.
Ilona! Hörst Du mich? Wir werden diesen Sommer bei Blaubeerkuchen und Glög auf schwedisch Pippi Langstrumpf lesen, Steinpilze finden, die Schären unsicher machen und deutsch-schwedische Gemeinschafts-Kunstwerke wachsen und gedeihen lassen.
Vielleicht... natürlich nur vielleicht, denn Du weißt das ja alles noch nicht... es sei denn Du lässt Dir von google translater meinen kleinen Text übersetzen oder wartest noch a wenig! Bald kann ich Dir das alles auf schwedisch sagen oder schreiben und fragen, was Du von meiner Schnapsidee hältst.
Apropos: weiß jemand was "Schnapsidee" auf schwedisch heißt? ;-)
Ihnen allen eine schöne Woche!
Möge die Sonne bald mit uns sein...
...vorab schon mal ein Tulpengruß aus dem Land, das leider auf meine Sprachfertigkeiten noch etwas warten muss :-)))
Samstag, 8. Februar 2014
Vernunftentscheidung ja oder nein ?
Dieses mal konnte ich mich einfach nicht entscheiden, wie die blog-Überschrift lauten soll. Es gibt nicht wirklich viel zu erzählen, denn der Januar ist so lautlos dahingeschlichen und auf einmal ist es schon Februar. Im Januar, da erhole ich mich von der 5. Jahreszeit, die guten Vorsätze wie Sport oder weniger schnabulieren werden mehr oder weniger intensiv umgesetzt.
Vor allem aber wird "gedacht". Zumindest ich tue das. Wo will ich hin, was will ich tun, was treibt mich in 2014 ? Ich hatte ja schon erwähnt, dass ich eine Jahreskollage machen wollte. Ja, die Betonung auf wollte. Ich habe alle dafür gesammelten Zeitschriften anderweitig verschenkt und habe mich stattdessen entschieden die Ideen für 2014 einfach in Worten aufzuschreiben. Schlichte, einfache Substantive. Mit Ausrufezeichen. Quasi eine Aufforderung zum aktiven Tun. Nun gibt es also eine Worte-Liste im ipad, im Computer als Hintergrundbildschirm, auf Papier, auf Zetteln im Portemonnaie und in der Yogatasche - ja, jetzt wissen Sie dass ich Yoga mache ;-) - , auf dem Schreibtisch und und und. Nur von einem habe ich abgesehen, meine nicht unbeachtliche Liste als Tattoo in Auftrag zu geben. Obwohl ich letztes Jahr eine ganz reizende und sehr erfolgreiche Tätowiererin kennengelernt habe, die das sicherlich sofort künstlerisch umgesetzt hätte. Aber ich wollte einfach nicht "neue Sprache lernen" oder "tanzen" oder "König Colori" auf irgendeinem Körperteil stehen haben. Außerdem hätte ich auch gleich eine Laserbehandlung mitbuchen müssen, um die erledigten Pläne oder Vorsätze dann am Jahresende wieder löschen zu lassen. Also nein, das Tattoo Studio hat mich nicht gesehen.
Aber auch so werden sich meine Wünsche und Ideen für 2014 aufgrund meiner zahlreichen Listen sicher realisieren, denn ich werde ja an allen Ecken und Enden mit meinen "Substantiven 2014" konfrontiert.
Jetzt wollen Sie natürlich wissen, was ich für eine Sprache lernen möchte, wie meine Idee vom Tanz aussieht und was es mit König Colori auf sich hat?
Gut, es wird also heute ein bisschen persönlich und ich öffne mal ein klein wenig das Türchen zu meiner Personalakte und lasse Sie reinspitzen.
Also das mit der Sprache ist noch nicht entschieden. Ich habe - ganz quirliger Wassermann - immer wieder das Bedürfnis was neues zu machen, auch mich und meine Gehirnzellen zu fordern. Dazu gehört für mich auch das Sprachenlernen. Und da meine hübsche, clevere und wunderbare Spanischlehrerin Carmen - gebürtig aus Guatemala - leider von Würzburg nach Dänemark ausgewandert ist, fallen meine wöchentlichen Stunden aus. Und da es für diese großartige "professora" ganz sicher keinen ebenbürtigen Ersatz geben wird, muss also eine andere Sprach her. So einfach ist das.
Ich schwanke nun zwischen holländisch, schwedisch oder japanisch. Ja, kein Witz, ehrlich! Die Entscheidung fällt mir auch sehr schwer. Holländisch finde ich reizend und dynamisch, wie ich überhaupt die Holländer toll finde. Weltoffen, gutgelaunt, das Leben genießend. Das liegt mir. Ich mag auch Tulpen, liebe die Löcher im Gouda, finde Prinz Pils´che und Familie nett und will mit 80 Jahren in einem Coffeeshop meine erste, allererste Tüte rauchen. Da kann ich ja jetzt schon mal die Sprache lernen, oder? Ich verstehe ja auch schon einiges, aber ich würde holländisch auch gerne sprechen können. Eine Sprache mit Charme. Übrigens: Deutsch mit holländischem Akzent, das kann ich schon. Vielleicht muss das sogar leider reichen, denn ich fahre ja super selten nach Holland... und bis zum achtzigsten dauert es noch ein wenig. Vielleicht gibt es dann auch gar keine coffeshops mehr, wer weiß...und da kommt sie jetzt wieder, die Vernunft. Es ist irgendwie hochgradig unvernünftig eine Sprache zu lernen, wenn man sie kaum anwenden kann. Deshalb habe ich auch spanisch statt italienisch gelernt. Weil alle Welt spanisch kann, spanisch spricht und diese Sprache einfach so verbreitet ist. Tief in meinem Herzen war ich eigentlich für italienisch, denn meinen ersten Kuss habe ich mir in Italien geholt, von einem rassigen, super gut aussehenden Italiener. So was prägt. Und ein bisschen habe ich deshalb immer getrauert, dass ich meiner Vernunftentscheidung für die spanische Sprache gefolgt bin.
Und nun? Holländisch ? Es wäre irgendwie herrlich unvernünftig.
Schwedisch wäre da eher vernünftig. Denn ich träume von weiteren Sommern in Schweden. Ich würde auch gerne eine fast-Freundin dort kennenlerne, mit der mich schon seit mehr als 3 Jahren immer wieder Facebook-Kommentare und Facebook-Likes verbinden. So ein Midsommerfest in echt, nicht bei Ikea, das wäre eigentlich ein greifbares, schönes Ziel für 2014. Und wenn ich dann meine Facebook-Ilona noch mit sprudelndem Schwedisch überraschen könnte! So sieht doch Völkerverständigung aus, oder? Obwohl wir zwei uns auch so verstehen würden, denn bei uns ginge es nur um Kunst, da braucht man nur wenig Worte, wenn man so gemeinsam Farben anrührt oder Leinwände bearbeitet.
Also gut, schwedisch wäre vielleicht eher so ein Mittelding zwischen vernünftig und unvernünftig. Die Sprache ist nett und anders - ich könnte bei Mankell mal im Originalton dem mörderischem Spiel folgen, mein Knäckebrot selbst bestellen und Königin Silvia, so ich sie denn treffen sollte, sogar auf schwedisch begrüßen. Kronprinzessin Viktoria habe ich schon erlebt, ziemlich nah sogar an einem Nachbartisch in einem Restaurant Stockholm. Aber das ist eine andere Geschichte. Mit Schwedischkenntnissen würde ich auf jeden Fall bei einer solchen Begegnung punkten.
Tja und die dritte Option? Japanisch? Das wäre die Krönung der Vernunft. Nach Japan werde ich z in nächster Zeit wohl eher nicht reisen. Mein inneres Ich sagt mir, dass das genau wie eine Reise nach Ägypten einfach nicht der richtige Zeitpunkt ist. Noch nicht. Vielleicht kommt es wieder. Sie sagen, damit wäre doch das Erlernen der japanischen Sprache nicht vernünftig, sondern komplett unvernünftig? Das kommt auf die Betrachtung an. Unter dem Gesichtspunkt des Gehirntrainings wäre es SUPER vernünftig. Ich würde japanisch nämlich vor allem lernen, um festzustellen, wie weit meine Zellen dazu noch in der Lage sind. Da gibt es so viele Schriftzeichen, verschiedene Alphabete, so viel total neues. Was für eine Herausforderung! Schaffe ich das noch? Bin ich diesem Experiment gewachsen? Also nur ein Experiment, ein reines Gedächtnistraining? Macht das Sinn?
Ich bin ehrlich, ich würde die Sprache auch lernen, weil ich japanischen grünen Tee liebe, wahnsinnig gerne Sushi esse, die japanische Kultur mit ihrem Respekt und ihrer Höflichkeit bewundere. Weil mich die völlig andere Welt magisch anzieht und ich gerne tiefer eintauchen würde in diese im Gegensatz zu unserer europäischen Lebensform so fremde Welt. Einen Kimono würde ich mir dann natürlich auch anschaffen.
Also soviel zum Vorsatz Sprache lernen...
Jetzt habe ich hier meine Gedanken zum Thema Sprache lernen ausgebreitet und öffentlich gewälzt - und bin so klug wie zuvor.
Deshalb müssen die Erklärungen zu den Themen "tanzen" und König Colori" warten. Ich werde jetzt nämlich mal in interaktive Sprachkurse reinschnuppern und Sie dann vielleicht schon im nächsten Blog in einer neuen Sprache anreden. In welcher?
Verrassing! Överraskning! びっくら!
Vor allem aber wird "gedacht". Zumindest ich tue das. Wo will ich hin, was will ich tun, was treibt mich in 2014 ? Ich hatte ja schon erwähnt, dass ich eine Jahreskollage machen wollte. Ja, die Betonung auf wollte. Ich habe alle dafür gesammelten Zeitschriften anderweitig verschenkt und habe mich stattdessen entschieden die Ideen für 2014 einfach in Worten aufzuschreiben. Schlichte, einfache Substantive. Mit Ausrufezeichen. Quasi eine Aufforderung zum aktiven Tun. Nun gibt es also eine Worte-Liste im ipad, im Computer als Hintergrundbildschirm, auf Papier, auf Zetteln im Portemonnaie und in der Yogatasche - ja, jetzt wissen Sie dass ich Yoga mache ;-) - , auf dem Schreibtisch und und und. Nur von einem habe ich abgesehen, meine nicht unbeachtliche Liste als Tattoo in Auftrag zu geben. Obwohl ich letztes Jahr eine ganz reizende und sehr erfolgreiche Tätowiererin kennengelernt habe, die das sicherlich sofort künstlerisch umgesetzt hätte. Aber ich wollte einfach nicht "neue Sprache lernen" oder "tanzen" oder "König Colori" auf irgendeinem Körperteil stehen haben. Außerdem hätte ich auch gleich eine Laserbehandlung mitbuchen müssen, um die erledigten Pläne oder Vorsätze dann am Jahresende wieder löschen zu lassen. Also nein, das Tattoo Studio hat mich nicht gesehen.
Aber auch so werden sich meine Wünsche und Ideen für 2014 aufgrund meiner zahlreichen Listen sicher realisieren, denn ich werde ja an allen Ecken und Enden mit meinen "Substantiven 2014" konfrontiert.
Jetzt wollen Sie natürlich wissen, was ich für eine Sprache lernen möchte, wie meine Idee vom Tanz aussieht und was es mit König Colori auf sich hat?
Gut, es wird also heute ein bisschen persönlich und ich öffne mal ein klein wenig das Türchen zu meiner Personalakte und lasse Sie reinspitzen.
Also das mit der Sprache ist noch nicht entschieden. Ich habe - ganz quirliger Wassermann - immer wieder das Bedürfnis was neues zu machen, auch mich und meine Gehirnzellen zu fordern. Dazu gehört für mich auch das Sprachenlernen. Und da meine hübsche, clevere und wunderbare Spanischlehrerin Carmen - gebürtig aus Guatemala - leider von Würzburg nach Dänemark ausgewandert ist, fallen meine wöchentlichen Stunden aus. Und da es für diese großartige "professora" ganz sicher keinen ebenbürtigen Ersatz geben wird, muss also eine andere Sprach her. So einfach ist das.
Ich schwanke nun zwischen holländisch, schwedisch oder japanisch. Ja, kein Witz, ehrlich! Die Entscheidung fällt mir auch sehr schwer. Holländisch finde ich reizend und dynamisch, wie ich überhaupt die Holländer toll finde. Weltoffen, gutgelaunt, das Leben genießend. Das liegt mir. Ich mag auch Tulpen, liebe die Löcher im Gouda, finde Prinz Pils´che und Familie nett und will mit 80 Jahren in einem Coffeeshop meine erste, allererste Tüte rauchen. Da kann ich ja jetzt schon mal die Sprache lernen, oder? Ich verstehe ja auch schon einiges, aber ich würde holländisch auch gerne sprechen können. Eine Sprache mit Charme. Übrigens: Deutsch mit holländischem Akzent, das kann ich schon. Vielleicht muss das sogar leider reichen, denn ich fahre ja super selten nach Holland... und bis zum achtzigsten dauert es noch ein wenig. Vielleicht gibt es dann auch gar keine coffeshops mehr, wer weiß...und da kommt sie jetzt wieder, die Vernunft. Es ist irgendwie hochgradig unvernünftig eine Sprache zu lernen, wenn man sie kaum anwenden kann. Deshalb habe ich auch spanisch statt italienisch gelernt. Weil alle Welt spanisch kann, spanisch spricht und diese Sprache einfach so verbreitet ist. Tief in meinem Herzen war ich eigentlich für italienisch, denn meinen ersten Kuss habe ich mir in Italien geholt, von einem rassigen, super gut aussehenden Italiener. So was prägt. Und ein bisschen habe ich deshalb immer getrauert, dass ich meiner Vernunftentscheidung für die spanische Sprache gefolgt bin.
Und nun? Holländisch ? Es wäre irgendwie herrlich unvernünftig.
Schwedisch wäre da eher vernünftig. Denn ich träume von weiteren Sommern in Schweden. Ich würde auch gerne eine fast-Freundin dort kennenlerne, mit der mich schon seit mehr als 3 Jahren immer wieder Facebook-Kommentare und Facebook-Likes verbinden. So ein Midsommerfest in echt, nicht bei Ikea, das wäre eigentlich ein greifbares, schönes Ziel für 2014. Und wenn ich dann meine Facebook-Ilona noch mit sprudelndem Schwedisch überraschen könnte! So sieht doch Völkerverständigung aus, oder? Obwohl wir zwei uns auch so verstehen würden, denn bei uns ginge es nur um Kunst, da braucht man nur wenig Worte, wenn man so gemeinsam Farben anrührt oder Leinwände bearbeitet.
Also gut, schwedisch wäre vielleicht eher so ein Mittelding zwischen vernünftig und unvernünftig. Die Sprache ist nett und anders - ich könnte bei Mankell mal im Originalton dem mörderischem Spiel folgen, mein Knäckebrot selbst bestellen und Königin Silvia, so ich sie denn treffen sollte, sogar auf schwedisch begrüßen. Kronprinzessin Viktoria habe ich schon erlebt, ziemlich nah sogar an einem Nachbartisch in einem Restaurant Stockholm. Aber das ist eine andere Geschichte. Mit Schwedischkenntnissen würde ich auf jeden Fall bei einer solchen Begegnung punkten.
Tja und die dritte Option? Japanisch? Das wäre die Krönung der Vernunft. Nach Japan werde ich z in nächster Zeit wohl eher nicht reisen. Mein inneres Ich sagt mir, dass das genau wie eine Reise nach Ägypten einfach nicht der richtige Zeitpunkt ist. Noch nicht. Vielleicht kommt es wieder. Sie sagen, damit wäre doch das Erlernen der japanischen Sprache nicht vernünftig, sondern komplett unvernünftig? Das kommt auf die Betrachtung an. Unter dem Gesichtspunkt des Gehirntrainings wäre es SUPER vernünftig. Ich würde japanisch nämlich vor allem lernen, um festzustellen, wie weit meine Zellen dazu noch in der Lage sind. Da gibt es so viele Schriftzeichen, verschiedene Alphabete, so viel total neues. Was für eine Herausforderung! Schaffe ich das noch? Bin ich diesem Experiment gewachsen? Also nur ein Experiment, ein reines Gedächtnistraining? Macht das Sinn?
Ich bin ehrlich, ich würde die Sprache auch lernen, weil ich japanischen grünen Tee liebe, wahnsinnig gerne Sushi esse, die japanische Kultur mit ihrem Respekt und ihrer Höflichkeit bewundere. Weil mich die völlig andere Welt magisch anzieht und ich gerne tiefer eintauchen würde in diese im Gegensatz zu unserer europäischen Lebensform so fremde Welt. Einen Kimono würde ich mir dann natürlich auch anschaffen.
Also soviel zum Vorsatz Sprache lernen...
Jetzt habe ich hier meine Gedanken zum Thema Sprache lernen ausgebreitet und öffentlich gewälzt - und bin so klug wie zuvor.
Deshalb müssen die Erklärungen zu den Themen "tanzen" und König Colori" warten. Ich werde jetzt nämlich mal in interaktive Sprachkurse reinschnuppern und Sie dann vielleicht schon im nächsten Blog in einer neuen Sprache anreden. In welcher?
Verrassing! Överraskning! びっくら!
Samstag, 11. Januar 2014
Ein Drohbrief und Bataten
Haben Sie so was schon mal bekommen? Einen unangenehmen Brief, genauer gesagt einen kleinen, hässlichen Drohbrief. Ja, so was hatte ich in meiner Mailbox! Unglaublich! In wenigen Worten stand da kurz und knapp die vollmundige Ankündigung, der Unterzeichner wolle meinen Blog nicht weiter lesen, wenn nicht endlich mal wieder ein Rezept auftauchen würde.
Ich bin traumatisiert, bin fix und alle. Mein erster Drohbrief. Ich bin hilflos im Umgang damit und fühle mich wie das heulende Elend. Der Herr des Hauses kann mich kaum beruhigen. Wie soll ich damit umgehen, mit diesem Miststück von Mail mit anonymer Unterschrift? Wie reagiere ich richtig?
Ich führe mir den Inhalt wieder und wieder vor Augen, die unfassbare Folge fehlender Rezepte will mir nicht aus dem Kopf: ein Leser weniger! Was für eine Katastrophe! Ich leide an Weltuntergangsstimmung.
Ich bin traumatisiert, bin fix und alle. Mein erster Drohbrief. Ich bin hilflos im Umgang damit und fühle mich wie das heulende Elend. Der Herr des Hauses kann mich kaum beruhigen. Wie soll ich damit umgehen, mit diesem Miststück von Mail mit anonymer Unterschrift? Wie reagiere ich richtig?
Ich führe mir den Inhalt wieder und wieder vor Augen, die unfassbare Folge fehlender Rezepte will mir nicht aus dem Kopf: ein Leser weniger! Was für eine Katastrophe! Ich leide an Weltuntergangsstimmung.
;-)
Um das drohende Unglück zu verhindern, muss ich mich heute outen: es gibt zur Zeit leider keine wirklich ausgefallenen Rezepte. Mir ist über die Feiertage nämlich die Lust am Bratpfannen schwenken, am Töpfe stemmen und Backbleche schieben verloren gegangen. Zur Zeit ist mir mehr nach "nachweihnachtlicher" Besinnlichkeit, nach Reduktion und auch nach "Nicht-Essen".
Deshalb gibt es hier heute nur das Foto meiner schlichten Freitagsmahlzeit: gebratene Süsskartoffel mit Shitakepilzen und Feldsalat. Rezept in Kurzform gleich anbei, damit mir der Drohbriefschreiber auch ja nicht abhanden kommt. Besänftigt, lieber Schreiberling? ;-)
Zur Zeit probiere ich nämlich nur unprätentiöse Kocherei. Schlicht und ergreifend, wenig Arbeit, wenig Töpfechaos. Süsskartoffeln oder auch Bataten sind wunderbar einfach zuzubereiten. Und es handelt sich dabei um ganz außergewöhnlich nährstoffgeladene Knollen. Die übrigens nicht zu der Sorte der Kartoffeln und damit etwa zu den Nachtschattengewächsen zählen, sondern zu den Windengewächsen. Columbus hatte sie bei seiner Rückkehr aus Südamerika mit im Gepäck. Ja und ich hatte sie heute in der Pfanne. Ein schnelles, leckeres Gericht, aufgepeppt mit viel Kresse und Petersilie. Damit kann man im Januar auch die Sünden des Dezember regulieren.
Ich habe Süßkartoffeln in allererster Linie gebraten, weil ich das schon immer mal ausprobieren wollte. Pure Neugier, gepaart mit dem guten Gefühl, mir was Gutes zu Tun. Es war allerdings nicht nur gesund sondern auch sehr, sehr lecker.
Bleiben Sie mir gewogen, ob mit oder ohne Rezept!
Um das drohende Unglück zu verhindern, muss ich mich heute outen: es gibt zur Zeit leider keine wirklich ausgefallenen Rezepte. Mir ist über die Feiertage nämlich die Lust am Bratpfannen schwenken, am Töpfe stemmen und Backbleche schieben verloren gegangen. Zur Zeit ist mir mehr nach "nachweihnachtlicher" Besinnlichkeit, nach Reduktion und auch nach "Nicht-Essen".
Deshalb gibt es hier heute nur das Foto meiner schlichten Freitagsmahlzeit: gebratene Süsskartoffel mit Shitakepilzen und Feldsalat. Rezept in Kurzform gleich anbei, damit mir der Drohbriefschreiber auch ja nicht abhanden kommt. Besänftigt, lieber Schreiberling? ;-)
Zur Zeit probiere ich nämlich nur unprätentiöse Kocherei. Schlicht und ergreifend, wenig Arbeit, wenig Töpfechaos. Süsskartoffeln oder auch Bataten sind wunderbar einfach zuzubereiten. Und es handelt sich dabei um ganz außergewöhnlich nährstoffgeladene Knollen. Die übrigens nicht zu der Sorte der Kartoffeln und damit etwa zu den Nachtschattengewächsen zählen, sondern zu den Windengewächsen. Columbus hatte sie bei seiner Rückkehr aus Südamerika mit im Gepäck. Ja und ich hatte sie heute in der Pfanne. Ein schnelles, leckeres Gericht, aufgepeppt mit viel Kresse und Petersilie. Damit kann man im Januar auch die Sünden des Dezember regulieren.
Ich habe Süßkartoffeln in allererster Linie gebraten, weil ich das schon immer mal ausprobieren wollte. Pure Neugier, gepaart mit dem guten Gefühl, mir was Gutes zu Tun. Es war allerdings nicht nur gesund sondern auch sehr, sehr lecker.
Bleiben Sie mir gewogen, ob mit oder ohne Rezept!
Dienstag, 7. Januar 2014
Neues Jahr - Neues Glück
Das neue Jahr ist zwar schon 7 Tage alt - aber immer noch frisch und jung genug, um Ihnen das allerbeste zu wünschen. Und davon reichlich!
Damit auch ich gut starte ins Jahr 2014, bin ich wie jedes Jahr wieder meinen lieb gewonnenen Gewohnheiten treu geblieben:
Der Herr des Hauses und ich sind überhaupt keine großen Silvesterfreaks. Dieses zähe Warten auf Mitternacht liegt uns einfach nicht. Und so ist der 31. Dezember in schöner Regelmässigkeit ungeplant und entwickelt sich jedes Jahre immer wieder überraschend anders.
Ganz besonders lebhaft ist mir der Silvesterabend auf Malta in Erinnerung, als wir meinten etwas ganz besonders machen zu müssen: ein Galadiner, weit weg von zu Hause. Als wir abends dann aufgebrezelt in den von Kronleuchtern erleuchteten Ballsaal schritten, da traf uns der Schlag. Dem Herrn des Hauses und mir war innerhalb von Millisekunden klar, dass wir so nicht ins neue Jahr feiern wollten: an den Tischen saßen ausschließlich, aber wirklich ausschließlich sehr alte und noch ältere Herrschaften. Bitte, nicht missverstehen. Lilagetönte Damenköpfe, reiselustige Mitachzigerinnen und agile Senioren mit prächtigen Gehstöcken: toll! Aber in der Übermacht war uns das zuviel... wir waren damals die einzigen 30jährigen im Raum. Und deshalb haben wir fluchtartig Reißaus genommen und die heiligen Hallen verlassen und sind ziellos Hand in Hand in Valetta herumgeirrt. Beim Anblick einer wunderbaren Villa mit hellerleuchteten Fenstern und vielen jungen Leuten stand wieder unisono der Entschluss fest: das ist unsere location. Mit größter Selbstverständlichkeit haben wir an der rauschenden Party teilgenommen. Keiner hat uns was gefragt, wir haben ausgelassen mitgefeiert, mitgelacht und mitgetanzt. Es war eine großartige, stimmungsvolle Nacht. Und das darauf folgende Jahr war genauso.
Dieses Jahr kam einen Tag vor Silvester die frohe Kunde, dass zwei Freundinnen unserer Tochter Asyl brauchten. Deren Eltern hatten die jeweiligen Häuser für große Feste blockiert. Für die Jugend war kein Platz mehr. So kamen wir in den Genuss des Besuchs von zwei reizenden jungen Damen. Der Herr des Hauses war zufrieden: Hahn im Korb mit vier Frauen, das passte zu seiner Stimmung.
Wie gut das es kalt war: ich konnte im Familienrat erfolgreich Raclette vorschlagen, was nur einen schön gedeckten Tisch erfordert und gute Kartoffeln. Für den Rest ist später jeder selbst verantwortlich. Und Langweile beim Essen kommt auch nicht auf, bei all dem Herumgereiche von Schüsselchen und Töpfchen, Geschabe von Käse und dem Pellen von Erdäpfeln.
So war´s dann auch: es war launig und lustig, aber auch ein wenig besinnlich und nachdenklich. Denn mal wieder schlich sich das Thema Orientierungslosigkeit der Ü-25 bis U-30 Generation an den Tisch. (Soll heißen "Ü"ber 25 und "U"nter 30)
Manch kleiner Witz verkümmerte ob der Ratlosigkeit der jungen Damen. Hinzukam: die Ladies waren auch keine wahrhaftigen Silvesterfans. Die heimliche Gähnerei hörte erst auf, als ich die Mannschaft ins Auto kommandierte, um auf einen Hügel mit sensationellem Ausblick zu tuckern. Die kalte Luft, die wahnwitzige Kracherei der fremden Leute und die in unserer Runde wandernde Champusflasche zauberten freundliche Stimmung und ansteckend gute Laune.
Unsere eigene kleine Krachertüte öffneten wir auf der Rückfahrt auf einem einsamen Feld hoch über der Stadt. Und während Würzburg schon fast wieder schlafend zu unseren Füßen lag, jagten wir lachend und johlend unsere bunten Raketen in die Luft. Und standen staunend im matschigen Acker.
Schön war´s. Genauso, wie ich es mir für mein persönliches neues Jahr wünsche. Ruhig und spritzig, gelassene und auch ausgelassen. Halt von jedem Etwas mit einem großen Quäntchen Lebensfreude.
Gute Vorsätze für´s neue Jahr? Habe ich noch nicht gefasst. Die liegen im wahrsten Sinne des Wortes noch auf dem Boden. Für dieses Jahr habe ich mir nämlich mal wieder eine Collage vorgenommen, um das neue Jahr so richtig intensiv zu visualisieren. Dazu schnippel ich fast rauschhaft aus einem Berg von Zeitschriften Worte, Sätze und Bilder und Fotos aus. Die klebe ich dann auf ein großes, farbiges Tonpapier - mit gleicher Rauschhaftigkeit, einfach aus dem Bauch heraus. So entsteht ein wunderbares Bild. Und was das Unterbewusstsein da alles aus den Zeitschriften zusammenfindet und zusammenklebt ist schon beeindruckend.Vor allem, wenn man das ein Jahr später betrachtet. Wenn man feststellt, wie viel von der Collage Realität geworden ist.
Und weil mir bis jetzt noch nicht nach schnippeln und kleben und Rausch war, liegt der Zeitschriftenstapel noch unangetastet auf dem Boden.
Bis jetzt.
Sie erlauben? Ich schließe nämlich für heute und will die Zeitschriften nun doch nicht länger warten lassen.
Bis jetzt.
Sie erlauben? Ich schließe nämlich für heute und will die Zeitschriften nun doch nicht länger warten lassen.
Mit guten Wünschen gegrüßt im 1.Post des Jahres 2014
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